Sommergerste - eine gute Alternative
Aufgrund verschiedener Faktoren wie z.B. Marktlage, Umwelteinflüsse oder starken Schädlingsdruck haben viele Betriebe noch nicht entschieden, welche Sommerung sie anbauen möchten. In vielen Fällen stellt Sommergerste eine gute Alternative dar. Aber warum?
Sommergerste als Low-Input-Kultur kann sehr kostengünstig angebaut werden. Für den erfolgreichen Anbau braucht es vergleichsweise wenig Dünger und Fungizide. Eine Stickstoffgabe von 80 bis 120 kg N/ha, inklusive Nmin, ist in vielen Regionen bereits ausreichend, um das Qualitätsparameter Protein (9,5 % – 11,5 %) für Braugerste zu erreichen. Auf den Einsatz von Wachstumsregulatoren kann bei der Sorte EXCALIBUR meist verzichtet werden. Denn die Sorte bietet aufgrund einer sehr guten Standfestigkeit und einer top Halm- und Ährenstabilität eine sehr gute Sicherheit. Dies bringt nicht nur finanzielle Vorteile, sondern schützt auch vor Ertragseinbußen, durch den Einsatz von Wachstumsregulatoren unter widrigen Bedingungen.
Ein weiteres Argument für die Sommergerste ist, dass ihr Anbau mit betriebsüblicher, eigner Technik erfolgen kann. Es fallen keine zusätzlichen Kosten für Spezialtechnik, wie Einzelkornsaat oder einen Maispflücker an. Zudem muss Gerste, anders als beispielsweise Mais, durch den Erntetermin im Juli/August selten getrocknet werden, was zusätzliche Kosten vermeidet.
Darüber hinaus lässt sich Sommergerste sehr gut vermarkten. Sorten wie AMIDALA, LEANDRA, LEXY und EXCALIBUR sind über das Berliner Programm zur Verarbeitung empfohlen und können als Braugerste verkauft werden. Bei nicht Erreichen der Qualitätsparameter, kann die Gerste als Futtergerste verkauft werden. Dies ist bei vielen Spezialkulturen wie z. B. Soja nicht möglich; die Vermarktung der geernteten Ware ist dort teilweise deutlich aufwendiger.
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