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Hauptsaaten
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Gelbmosaikvirus Typ 2 breitet sich aus – jetzt den Gerstenanbau neu denken!

 

Das Gerstengelbmosaikvirus (GMV) Typ 2 breitet sich zunehmend in Deutschland aus. Bekannt ist das GMV durch den Typ 1, der aber aufgrund von Resistenzen bei modernen Gerstensorten keine große Bedeutung mehr besitzt. Die Übertragung von Feld zu Feld findet hauptsächlich durch die Bodenbearbeitung und die Aussaat mittels anhaftender Erdreste statt. Dauersporen, die Jahrzehnte überdauern können, übertragen das Virus vom Boden auf die Pflanze. Daher ist es nicht möglich, mit einer Anbaupause auf das Virus zu reagieren. Da es im Infektionsfall keine chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen gibt, kann nur durch die Auswahl resistenter Sorten reagiert werden. Wird die Wintergerste befallen, entstehen Ertragseinbußen von 10 bis 40 %.Ein Befall von GMV 2 führt bei Wintergerste zu Mindererträgen zwischen 10 und 40%. Vor allem bei kühler und feuchter Witterung fallen diese stärker aus. 

 

Mehr Anbausicherheit mit moderner Genetik von Hauptsaaten

In den letzten Jahren hat die Züchtung deutliche Fortschritte gemacht und resistente Sorten entwickelt, welche agronomisch mit nicht resistenten Sorten vergleichbar sind. Die beiden mehrzeiligen Winterfuttergersten AVANTASIA und CHARMANT erreichen beide Spitzenerträge in der Praxis und sind in der Bundessortenliste mit der höchsten vergebenen Note APS 8 eingestuft. AVANTASIA zeichnet sich bei früher Reife durch stabil hohe Erträge und einer Top-Sortierung, (besonders in Jahren mit Trockenstress), aus. In Mecklenburg-Vorpommern ist sie offiziell für den Anbau empfohlen. Die Sorte CHARMANT konnte 2025 nach erfolgreicher Zulassung ebenfalls in den Landessortenversuchen überzeugen. Außerdem besitzt sie ein gutes Resistenzprofil mit überdurchschnittlichen Toleranzen bei Mehltau, Rhynchosporium und Zwergrost. Dank längerer Kornfüllungsphase bei früher Reife erreicht CHARMANT eine Spitzen-Kornqualität.

KISS trägt als zweizeilige Winterfuttergerste ebenfalls eine Resistenz gegenüber dem Gelbmosaikvirus Typ 2. Bei etwas späterer Reife überzeugt sie mit hohen Hektolitergewichten. Eine kurze Wuchshöhe und eine gute Ährenstabilität runden das Profil ab. In den LSV 2025 erzielte KISS in den Bundesländern Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz stabil hohe Kornerträge.

Fazit

Der Gelbmosaikvirus Typ 2 breitet sich aus und kann hohe Ertragseinbußen verursachen. Mit dem Anbau resistenter Sorten kann sich gegen eine mögliche Infektion geschützt werden, ohne dass agronomische Nachteile  zu Sorten ohne Typ 2-Resistenz bestehen. Daher lohnt es sich bereits jetzt, eine der oben genannten Sorten anzubauen, um dem bestehenden Risiko einer Infektion vorzubeugen.

 

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