Weizen nach Mais - Die richtige Sorte macht den Unterschied
Die Silomaisernte 2026 ist Mitte August gestartet und deutschlandweit in vollem Gange. Im Südwesten wird seit Anfang September zusätzlich Körnermais geerntet. Spätestens jetzt stellt sich die Frage: Welche Weizensorte passt am besten für den Anbau nach Mais? Das Portfolio von Hauptsaaten bietet hier mehrere gezielte Lösungen. Doch warum ist die Sortenwahl so entscheidend?
Gesenkte DON-Grenzwerte: Mühlen müssen strenger werden
Mit der Verordnung EU 2024/1022 wurden die Grenzwerte für Deoxynivalenol (DON) in Lebensmitteln erneut gesenkt. In der Folge mussten die Mühlen ihre zulässigen DON-Höchstwerte im Getreide weiter reduzieren, um die strengeren Vorgaben einzuhalten. Das hat direkte Auswirkungen auf den Landwirt, dieser muss nun stärker darauf achten, einen Befall mit Fusarium effektiv zu vermeiden.
Einfach pflügen reicht (nicht) aus?
Auf vielen Betrieben kommt nach Silo- oder Körnermais weiterhin der Pflug zum Einsatz, um Ernterückstände einzuarbeiten und das Fusariumrisiko zu senken. Das ist grundsätzlich berechtigt, der Pflug arbeitet die Maisreste am zuverlässigsten in den Boden ein. Allerdings reichen bereits wenige Stoppeln auf der Bodenoberfläche aus, um das volle Fusariumrisiko zu erhalten. Damit ist der Pflug nicht automatisch besser als andere Formen der Bodenbearbeitung. Entscheidend ist, die Ernterückstände intensiv zu zerkleinern, damit sie schneller verrotten. Unabhängig davon, ob gepflügt oder pfluglos gearbeitet wird. Zudem trägt dies zur Bekämpfung von Schädlingen wie dem Maiszünsler bei.
Sorten mit guter Fusariumtoleranz machen den Unterschied
Neben dem Nacherntemanagement hat die Sortenwahl einen erheblichen Einfluss auf das Fusariumbefallsrisiko. Alle in Deutschland zugelassenen Sorten und Sorten aus der EU-Prüfung werden mehrjährig offiziell auf ihre Fusariumanfälligkeit bewertet. Ein Blick in die Bundessortenliste zeigt, es gibt erhebliche Sortenunterschiede. Eine gute Fusariumtoleranz lässt sich an der Fusariumnote 4 erkennen, eine sehr gute an der Note 3. Nach Mais, besonders in pfluglosen Anbausystemen sollten Landwirte gezielt Sorten mit APS 3 oder APS 4 einsetzen. So lässt sich das Fusariumrisiko deutlich senken.
Spätsaatverträglichkeit nicht vergessen
Ein weiterer wichtiger Punkt im Anbau nach Mais ist die Spätsaatverträglichkeit der Sorte. Insbesondere Körnermais wird häufig spät geerntet. Deshalb sollte neben der Fusariumanfälligkeit auch auf eine gute Eignung für späte Saattermine geachtet werden - gerade dann wenn eine späte Aussaat wahrscheinlich ist.
Sorte | Anfälligkeit gegenüber Ährenfusarium | Spätsaateignung |
|---|---|---|
PONDOR A | (4) | ++ |
FABULOR (A) | (3) | ++ |
THERMIDOR (B) | (4) | +++ |
ALLSOME (A) | (4) | ++ |
BALZAC C gr. | 4 | +++ |
OLAF (B) | 3 | + |
RUBISKO A gr. | 3 | 0 |
EKONOM (E) gr. | (4) | ++ |
OBIWAN B gr. | 3 | +++ |
DYNAMITE A | (4) | +++ |
Quelle: Bundessortenliste 2026; + züchtereigene Einstufung 09/2026 ; Legende: 3 (sehr gute Fusariumtoleranz), 4 (gute Fusariumtoleranz); 0 (möglich), + (geeignet), ++ (gut geeignet), +++ (sehr gut geeignet), gr. (begrannt)
Fazit: Gesenkte Grenzwerte, Anbauverfahren und Witterung machen die Sortenwahl nach Mais zu einer betriebsindividuellen Entscheidung. Hauptsaaten bietet dafür für jeden Betrieb die passende Weizensorte nach Mais.
Sie haben weitere Fragen? Dann sprechen Sie Ihren Vertriebsberater an. Hier finden Sie Infos zu unseren Sorten.