Hauptsaaten
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Hauptsaaten Braugerstenforum 2017

Hauptsaaten Braugerstenforum 2017

Hochkarätigen Vorträge und aktuelle Informationen rund um Braugerste

Über 30 Teilnehmer aus Wissenschaft, Mälzereiwesen, Handel und Landwirtschaft diskutierten am vergangenen Donnerstag, den 12.01. in Distelhausen über aktuelle Fragestellungen rund um Braugerste.

Dr. Markus Herz, von der Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising, berichtete von seinen Forschungsergebnissen. Gerade bei Braugerste ist ein beachtlicher Zuchtfortschritt erzielt worden. Durch die Einführung des Berliner Programms konnte sogar ein weiterer Anstieg des Zuchtfortschritts erreicht werden. Der Grund hierfür ist der Wettbewerbsdruck, der durch diese umfassenden Prüfungen auf die Züchter wirkt. Somit ist das Berliner Programm ein Garant für Ertrags- und Qualitätssteigerungen. Bei der anschließenden Diskussion wurde die wichtige Rolle von unabhängigen Sortenprüfungen nochmals hervorgehoben. Nur vom Berliner Programm geprüfte Sorten können Sicherheit in Ertrag und Qualität, und damit einen Mehrerlös für alle Verfahrensbeteiligte liefern.

Der Züchter Martin Breun referierte über das spannende Thema „Agrarkonzerne und Megafusionen“. Er arbeitete in seinem Vortrag detailliert heraus, welche negativen Konsequenzen sich aus Oligopol ähnlichen Strukturen ergeben. Konzerne und Fusionen in der Agrarbranche werden oftmals nur vom Renditebestreben von Investment- und Hedgefonds bestimmt. Die Verlierer dieser Entwicklung sind Familienbetriebe, der Mittelstand und die Bevölkerung der ärmsten Länder der Welt. Ein fairer, aber harter Wettbewerb ist die Grundvoraussetzung für Innovation und Ertragssteigerung. Gerade familiengeführte Züchterhäuser können für zukünftige Herausforderungen, wie Klimawandel und Welternährung, langfristige und nachhaltige Lösungen bieten.

Werner Wald aus Riedstadt-Leeheim in Hessen gab wertvolle Ratschläge zum Anbau von Winterbraugerste. Der Praktiker bewirtschaftet mit seinem Sohn zusammen über 700 Hektar Ackerland und ist der größte Saatgutvermehrer in Hessen. Der Wegfall von Tierhaltung macht für Ackerbaubetriebe den Futtergerstenanbau zunehmend unattraktiv. Der Winterbraugerstenanbau ist deshalb für Betriebe ohne Tierbestand besonders interessant. Moderne Winterbraugersten-Sorten, wie SY TEPEE liefern hohe Erträge, auf dem Niveau von Futtergersten. Zusätzlich erzielen diese Winterbraugersten einen weitaus höheren Marktpreis. Der ökonomische Vorteil für den Landwirt liegt somit klar auf der Hand. Wichtig bei der Bestandesführung ist eine hohe und frühe erste N-Düngergabe. Keinesfalls darf Winterbraugerste restriktiv gedüngt werden. Nur eine hohe N-Düngung sichert Ertrag und Qualität ab.

Lothar Erkens, Produktmanager bei Hauptsaaten, stellte das Braugetreideprogramm von Hauptsaaten vor. Der frühe Winterbrauweizen ARMADA liefert sowohl höchste Erträge, als auch top Brauqualität. Er eignet sich gut zur Vermälzung und ist aufgrund seiner hervorragenden Enzymausstattung für Backmischungen interessant. Die Winterbraugerste SY TEPEE bringt höchste Erträge bei bester Qualität und Sortierung. Derzeit gibt es keine ertragsstärkere zz Winterbraugerste die nahezu von allen Mälzern akzeptiert wird.

Mit der Sorte AVALON ist Hauptsaaten nun seit 2 Jahren Marktführer im Segment der Sommerbraugerste. AVALON ist der neue Standard hinsichtlich Ertrag und Qualität, wurde vom „Berliner Programm“ 2015 voll empfohlen und wird von der gesamten Branche akzeptiert. In 2016 war AVALON wieder die ertragsstärkste Braugerste, aller uneingeschränkt als Braugerste akzeptierter Sorten in Deutschland. Auch die Offizialberatung empfiehlt AVALON in folgenden Ländern ohne Einschränkung: Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Die Fachtagung endete mit einer Exkursion in die Distelhäuser Brauerei.

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